Bonität – Was ist das und wozu wird sie benötigt?

Das Wort Bonität taucht häufig im Zusammenhang mit einer Kreditanfrage oder wenn man Produkte im Laden über eine Finanzierung erwirbt. Aber auch bei einer Kontoeröffnungen oder beim Erwerb einer Kreditkarte, wird nach der Bonität gefragt. Sogar beim Abschluss eines Handy-Vertrages ist sie von Bedeutung. Doch was bedeutet Bonität eigentlich und wozu ist sie gut?

Bonität – die Definition

Mit der Bonität ist die Fähigkeit einer natürlichen,  juristischen Person oder ein Staat gemeint, einen Kredit zu tilgen. Eine natürliche Person – also jeder Mensch – muss in der Lage sein, geliehenes Geld wieder zurück zu zahlen. Alternativ wird zum Begriff „Bonität“ auch das Wort „Kreditwürdigkeit“ verwendet.

Überprüft wird die Bonität anhand von den bestehenden Einnahmen, wie dem Gehalt. Aber auch Sparbücher oder andere Anlagen werden hier mit eingerechnet. Je mehr jemand hat, umso besser ist seine Bonität.

Einige sagen auch, dass man „solvent“ ist, wenn man eine gute Bonität hat. In beiden Fällen bedeutet es, dass Geld vorhanden ist.

Bei einer Bonitätsprüfung wird aber nicht nur überrpüft, ob die Person die Schulden zurückzahlen kann (wirtschaftliche Rückzahlungsfähigkeit). Sondern auch ob die Person bereit ist die Schulden zurück zu zahlen (Zahlungswilligkeit/Zahlungswille).

Bonität im Zusammenhang mit einem Kredit

Bei einem Kredit sagt der Begriff aus, dass der Kreditnehmer kreditwürdig ist und gleichzeitig willens ist, seine Schulden zu bezahlen. Vor allem langfristige Arbeitnehmer haben eine sehr gute Bonität, wenn sie sich noch nichts zu Schulden haben kommen lassen. Damit ist gemeint, dass sie bis dato alle ihre Schulden ohne weiteres getilgt haben.

Hat ein Kreditnehmer einmal seine Schulden nicht begleichen können, so kann es sein, dass dieser Vorfall in seiner Aktie vermerkt ist. Konnte z. B. Herr X einen aufgenommen Kredit von 2004 nicht vollständig zurückzahlen, so wird dies in seiner Schufa-Aktie vermerkt. 2013 möchte Herr X einen neuen Kredit aufnehmen, kriegt aber aufgrund des Eintrages in der Schufa keinen. Grund dafür, seine Bonität ist nicht mehr vorhanden. Wenn seine Bank jedoch sehr gnädig ist, gewährt sie ihm vielleicht dennoch einen Kredit. Dieser erfolgt aber zu einem höheren Zinssatz.

Die Bonität beeinflusst somit den Zinssatz, den wir für Kredite zahlen. Je besser sie ist, umso geringer sind die Zinsen. Je schlechter, umso mehr müssen wir dafür zahlen.

Einstufung der Bonität

Die finanzielle Lage ist entscheidend für die Einstufung der Bonität. Grundsätzlich gibt es 4 Klassen in denen man eingestuft wird. Diese gehen von A = sehr gut, bis hin zu D = sehr schlecht.

Wird eine Kreditanfrage mit A oder B eingestuft, erhält der Kreditnehmer diesen auch. Bei einer Einstufung in C oder D meistens nichts. Man spricht von einem „grauen“ Kredit, wenn jemand eine Bonität von C bekommt. Ein D wäre ein „schwarzer“ Kredit, der mit einer sehr hohen Ausfallwahrscheinlichkeit in Verbindung steht. Hier wird ein Kredit auf keinen Fall gewährt.

Bonitätskriterien

Um zu Überprüfen in welcher Stufe eine natürliche Person sich befindet, werden bestimmte Kriterien abgefragt. Hierzu gehören:

  • Schufa-Auskunft
  • Einkommenssituation (Summe des Gehalts, Arbeitgeber, Sicherheit des Arbeitsplatzes)
  • Ausgaben (Miete, andere Kredite, Versicherungen, etc.)
  • Vermögenssituation (vorhandene Sparbücher, Aktien, etc.)
  • Schuldensituation (bestehende Kredite)
  • Sachvermögen

Eine gute Bonität ist wichtig

Da die Bonität auch bei der Kreditvergabe berücksichtigt wird, ist es immer gut, wenn man eine gute Bonität hat. Denn je Kreditwürdiger man ist, umso bessere Konditionen bekommt man von der Bank. Eine Person mit einer guten Bonität wird einen günstigeren Zinssatz bei einem Kredit bekommen, als jemand mit einer schlechten Bonität.

Um den Wert herauszubekommen, muss man bei seiner Bank nachfragen. Wirklich wichtig wird er aber erst, wenn ein Kredit gebraucht wird. Ansonsten kann man sich auch seine Schufa-Daten einmal im Jahr kostenlos holen. So erhält man zumindest einen kleinen Einblick.

Gibt es sonst noch etwas, was ihr zur Bonität von Privatpersonen wissen möchtet? Dann schreibt uns einen Kommentar und wir werden diesen zeitnah beantworten.

3 Kommentare:

  1. Gute Erklärung zum Thema. Eventuell könnte man das Ganze noch ergänzen. Zum Beispiel wie man seine Bonität mit Zertifikaten verbessert usw.

    Noch etwas Anderes. Die neuesten Beiträge werden werden nicht mehr auf der Startseite angezeigt, sondern nur im jeweiligen Themenbereich. Ist das so gewollt?

    • Hi Marco,

      danke für deine Ergänzung und gut aufgepasst 😉
      Wir testen gerade etwas aus, wodurch einige Beiträge nicht mehr auf der Startseite zu finden sind.

      Grüüüße Caro

  2. Hallo, ein ausführlicher Beitrag über Bonität und die Schufa-Auskunft. Ich beschäftige mich jetzt auch seit einiger Zeit mit diesem Thema, da immer mehr Online-Shops auch die Zahlungoptionen: Rechnungskauf und Ratenkauf anbieten. Hier greift die Bonität-Abfrage, vor allem bei Neukunden. Wie oben schon erwähnt wird auch bei kleinere Beträgen oft eine Schufa-Auskunft angefordert wie bei einem neuen Handy als Beispiel.

    Meistens sichern sich die Online-Shops aber nochmal ab indem sie diese Zahlungsoptionen über Externe wie Klarna oder BillSAFE abwickeln lassen. Wer etwas finanzieren will sollte auch die Raten zahlen können, daher finde ich die Bonitätsabfragen auch sehr sinnvoll und gerecht.

    Grüße

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