Für wen lohnt sich eine Risikolebensversicherung?

Das neue Auto steht vor der Tür. Um sich diesen Traum leisten zu können, musste ein Kredit her. Daran ist auch gar nichts verwerfliches. Immerhin ist so ein Auto kostspielig in der Anschaffung. Und Zeitgleich mit dem Autokredit wurde eine Risikolebensversicherung abgeschlossen. Auch das ist nicht selten, doch wird die Versicherung überhaupt benötigt? Muss ich eine Risikolebensversicherung haben oder schmeiß ich damit eigentlich nur Geld aus dem Fester? Hier erfährst du mehr!

Was ist eine Risikolebensversicherung überhaupt?

Bevor ich darauf eingehe, für wen sich eine solche Versicherung lohnt, möchte ich sie kurz erklären. Vereinfacht gesagt, wird eine Risikolebensversicherung immer dann eingesetzt, wenn ein höherer Kredit oder ein Darlehen (z. B. fürs Haus) aufgenommen wurde. Letztlich ist die Versicherung als Hinterbliebenen-Schutz gedacht. Das bedeutet, dass wenn dir als Kreditnehmer etwas passiert (du also stirbst), deine Nachkommen nicht noch für den Kredit aufkommen müssen. Denn genau dies wäre der Fall, wenn du keine RL hast.

Übrigens eine Risikolebensversicherung wird i. d. R. nur eine Laufzeit bis zu deinem 60. Lebensjahr haben. Ist dieses Alter erreicht, verfällt die Versicherung und das eingezahlte Geld ist weg. Tritt jedoch der Todesfall vor dem 60. Lebensjahr ein, so wird die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt.

Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung erhälst du somit am Ende der Laufzeit kein Geld zurück. Dafür ist sie auch nicht so teuer wie eine KLV.

Für wen ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Nicht jeder braucht diese Versicherung, doch es gibt Personengruppen für die sie ganz interessant sein kann. Hierzu gehören zum einen die Kredit- und Darlehensnehmer. Also alle, die größere Summen aufgenommen haben.

Aber auch junge Familien und Alleinerziehende können von der RL profitieren. Denn mit ihr wird genau das geschützt, was einem lieb und teuer ist – die Familie. Nehmen wir einmal an, wir haben eine Familie, wo der Vater der Alleinverdiener ist. Sollte er frühzeitig versterben, wer kommt dann zukünftig für die Kosten auf? Wer zahlt die Miete weiter? Wie wird das Auto abbezahlt und bleibt dann noch genug Geld um Essen zu kaufen? Mit all diesen Fragen würde die junge Witwe plötzlich alleine darstehen. Ihr Partner ist ja nicht mehr da und ohne seine finanzielle Unterstützung ist guter Rat teuer.

Genau bei einem solchen Fall ist man froh, wenn man vorgesorgt hat. Immerhin ist der Todesfall selbst schon schlimm genug. Da will man sich nicht noch Gedanken um die eigene Existenz und die der Kinder machen.

Mit dem Geld aus der Versicherung können (je nach Summe) erstmal die grundlegensten Kosten gedeckt werden. Oder es werden darüber Kredite vollständig getilgt, sodass sich die Hinterbliebenen um wichtigere Dinge kümmern können.

Für wen lohnt sich eine Risikolebensversicherung nicht?

Neben den Familien und Kreditnehmer gibt es aber auch Personen, die keine RL brauchen. Hierzu gehören z. B. all die Personen, die entweder keine Hinterbliebenen haben oder denen auch ohne Absicherung genug Geld zur Verfügung steht.

Wer z. B. noch Student ist oder eine Ausbildung macht, der benötigt keine Risikolebensversicherung. Ihr Einkommen ist meist so gering, dass sie keinen Kredit aufnehmen und somit auch keine Vorsorge für ihre Hinterbliebenen machen.

Sobald aber eine eigene Familie ins Spiel kommt, solltest du auf jeden Fall darüber nachdenken. Vor allem, wenn tatsächlich ein größerer Kredit ansteht. Denn dann ist es für deine Familie immer gut, wenn diese im Falle eines Falles abgesichert sind.

Du entscheidest, was du brauchst!

Letztlich entscheidest du aber immer selbst. Du bestimmst, ob du eine Risikolebensversicherung benötigst oder nicht. Wäre sorgfältig ab, was dir wichtig ist und wen du schützen willst und musst. Nachdem du dir das Ganze gut überlegt hast, weißt du genau, ob du eine RL benötigst oder nicht.

Wenn du jetzt noch mehr Informationen für deine Entscheidung benötigst, dann schau dir diese Seite an. Diese hat die wichtigsten Fakten zur Risikolebensversicherung zusammengestellt. Hier findest du neben der Frage nach der Sinnhaftigkeit auch die Top-Anbieter im Vergleich und kannst direkt Konditionen prüfen. Gut zu wissen, ist natürlich auch, welche Risiken alles abgedeckt werden und welche Unterschiede die jeweiligen Versicherungen haben. Über all dies solltest du dich informieren, bevor du einen Vertrag abschließt.

Noch mehr Informationen bekommst du z. B. auf den folgenden Seiten, die sich ebenfalls mit dem Thema auseinander gesetzt haben:

4 Kommentare:

  1. Für meinen Kredit auf unser Haus habe ich auch eine solche Versicherung ebgeschlossen. Für mich macht das nicht nur Sinn, sondern wurde von meiner Bank sogar als eine Bedingung genannt. Die Versicherung ist dabei für mich keine weitere finanzielle Belastung, sondern gibt mir auch ein ruhiges Gefühl meiner familie gegenüber

  2. Hey, danke für den Artikel! Es ist wichtig zu erwähnen, dass die Erlebensversicherung genau das Gegenteil von der Risikoversicherung ist. Also für die Leute, welche etwas ’sparen‘ wollen.

    Sonnige Grüße aus Wien, Vicky

  3. Gute Zusammenfassung. Ich persönlich hab auch schon oft die Erfahrung gemacht, dass eine Risikolebensversicherung nicht nur als Absicherung für einen laufenden Kredit gut ist, sondern von den Banken auch gerne als Sicherheit betrachtet wird und so ausschlaggebender Punkt sein kann den Kredit überhaupt erst zu bekommen.

    Wie Vicky schon sagt, ein kurzer Hinweis auf die Erlebensversicherung, die ja auch oft als Lebensversicherung bezeichnet wird hätte mir gut gefallen.

    VG
    Alexander

  4. Man sollte allerdings genau aufpassen und sich vom Makler nicht die erst beste Risikolebensversicherung aufschwatzen lassen. Ein Vergleich kann sich durchaus lohnen!

    Nicht selten versuchen Versicherte Jahre später ihre ineffektive Lebensversicherung wieder rückabzuwickeln.

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