Wer bekommt das Geld aus einer Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung ist immer dann sinnvoll, wenn man seine Hinterbliebenen absichern will. Doch wer bekommt das Geld aus der Versicherung eigentlich, wenn der Fall der Fälle eintritt? Wir klären auf.

Wer ist eingetragen?

Wer eine solche Versicherung abschließt, der wird in dem Zuge auch die Begünstigten festlegen. Dies kann z. B. die Ehefrau oder der Ehemann sein, aber auch die Kinder, Eltern oder andere Personen können hier eingetragen werden.

In einem solchen Fall wird von einem sog. Bezugsrecht gesprochen. In dem Bezugsrecht steht, wem das Geld am Ende zusteht. Dabei kann eine einzelne Person ausgewählt werden oder mehrere. Je nachdem, wer also das Bezugsrecht hat (wer im Vertrag drin steht), erhält im Todesfall des Versicherungsnehmers, die Versicherungssumme.

Wichtig: Das Bezugsrecht muss nicht zwingend auf die Erben übergehen. Hier kann der Versicherte jede X-beliebige Person eintragen. Auch, wenn diese kein späterer Erbe sein wird.

Nehmen wir einmal an, dass Person X bei der Sterbegeldversicherung seinen Nachbarn eingetragen hat. Der Nachbar hat somit das Bezugsrecht und erhält im Sterbefall das Geld von der Versicherung. Die Erben von Person X kommen an dieses Geld jedoch  nicht ran.

Was tun, wenn die bezugsberechtige Person nicht erreichbar ist?

Es kann vorkommen, dass zwar in der Versicherungspolice eine Person eingetragen ist, diese jedoch nicht auffindbar ist. Dies geschieht z. B., wenn die Person ebenfalls verstorben ist und keine neue Person eingetragen wurde. Oder aber, wenn der Bezugsberechtigte nicht erreichbar ist, weil er oder sie das Land verlassen hat und es keinerlei Rückschlüsse auf die neue Adresse gibt.

In einem solchen speziellen Fall würde die Versicherungssumme an die Erbengemeinschaft gehen. Also, an die direkten Nachkommen des Versicherten. Jedoch kann es dann dazu kommen, dass Erbschaftsteuer gezahlt werden muss. Dies wäre nicht der Fall, wenn das Geld an die bezugsberechtigte Person ausgezahlt wird.

In der Regel reichen die Freibeträge bei Erben jedoch aus, um die Kosten zu senken oder erst gar nicht entstehen zu lassen.

Sonderregelungen

Neben den Angehörigen oder einer etwaigen Person kann das Geld aber auch an ein Bestattungsinstitut übergehen. Dieses richtet bis zum Ableben des Versicherten ein sog. Treuhandkonto ein. Von diesem Geld wird dann im Todesfall die Beerdigung mit all den Kosten bezahlt.

Fazit

Das Geld aus der Sterbegeldversicherung bekommt die im Vertrag hinterlegte Person, oder die Personengruppe. Sollte niemand im Vertrag stehen, erst dann fließt der Betrag in die Erbengemeinschaft.

Neben einer realen Person kann der Versicherte aber auch ein Bestattungsinstitut auswählen, welches das Geld verwaltet und für die Beerdigung nutzt.

Weitere nützliche Informationen zur Sterbegeldversicherung gibt es hier:

2 Kommentare:

  1. Einfache Logik, nichts Besonderes. Ein Treuhaender ist normalerweise ein Notar, wenn nichts anderes bestimmt ist. Er macht es natuerlich nicht umsonst. Wenn ein Testament beim Notar hinterlegt wurde, ist er sowieso involviert.

  2. Gute Info super Beitrag! Aber insgeheime wünscht man sich doch trotz Lebensversicherung ein langes schönes Leben. Macht was darauf geht Reisen.. macht was euch Spaß macht!

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