Börsenlexikon – A

In unserem Börsenlexikon finden Sie die wichtigsten Begriffe rund um Aktie und Co. einfach und verständlich erklärt.

A

Abgeltungssteuer

Seit 2009 ersetzt die Abgeltungssteuer die Spekulationssteuer. Seit dem sind Kapitalerträge mit einem pauschalen Steuersatz von 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer zu versteuern. Die Abgeltungssteuer regelt auch, ob Kursgewinne nach 12 Monaten steuerfrei sind oder nicht.

Absicherung

Mithilfe einer Absicherung kann man z. b. Aktien und Rentenpapiere vor Währungsschwankungen oder Kursschwankungen schützen. Die Absicherung erfolgt i. d. R. mittels verschiedener Finanzinstrumente, wie Futures, Optionen oder Swaps.

Ausgabeaufschlag

Beim Erwerb von Fondsanteilen fällt ein Ausgabeaufschlag an. Dies ist eine einmalige Gebühr. Die Gebühr wird üblicherweise als Prozentsatz ausgegeben, der auf Basis des Rücknahmepreises ermittelt wird. Die Höhe des Agios ist je nach Kapitalanlagegesellschaft unterschiedlich, da sie zur Deckung der Vertriebskosten dient. Meist variiert sie zwischen null und sieben Prozent.

Agio

Agio ist ein Aufgeld/Aufschlag bei Wertpapieren. Hiermit ist der Betrag gemeint, welcher den Ausgabepreis (den Nennwert oder Nennbeitrag) eines Wertpapiers bei der Neuausgabe überschreitet. Hat eine Aktie einen Nennwert von 2,00 Euro und wird diese an der Börse mit 4,00 Euro gehandelt, so liegt das Agio bei 2,00 Euro.

Ebenfalls als Agio bezeichnet, wird der Ausgabeaufschlag, der beim Kauf vieler Fonds gezahlt werden muss. Das Gegenteil von Agio ist Disagio.

Aktiengesetz (AktG)

Das Aktiengesetz (AktG) ist eine juristische Grundlage, nach der sich Aktiengesellschaften agieren müssen. Hierin ist z. B. geregelt, dass jede Aktiengesellschaft bestimmte Organe wie Aufsichtsrat und Vorstand haben muss. Auch die Rechte der Aktionäre und die Hauptversammlung sind hierin geregelt.

Aktienanalyse

Die Aktienanalyse analysiert – wie der Name schon sagt – eine Aktie. Im Grund genommen, kann so eine Analyse nach zwei Varianten durchgeführt werden.

Variante 1: Im Rahmen einer Fundamentanalyse wird eine Aktiengesellschaft mithilfe von Kennzahlen bewertet. Zu den wichtigsten Kennzahlen gehören hierbei die Profitabilität (Erträge), der Cash-Flow, die Zinsaufwendungen, die KGV (Kurs/Gewinn-Verhältnis), Wachstumschancen und konjunkturelle sowie fiskalpolitische Rahmenbedinungen. Anhand dieser Werte wird dann versucht die Rentabilität des Geschäfts zu analysieren und für die Zukunft zu prognostizieren.

Variante 2: Eine technische Analyse die sich an die graphische Darstellung der Kursverläufe der letzten Monate/Jahre orientiert. Anhand des Verlaufes sollen Indikatoren ermittelt werden, die eine mögliche Kursentwicklung darstellt.

Aktie

Eine Aktie beinhaltet ein Eigentum an einer Aktiengesellschaft. Jede Aktie stellt ein Bruchteil eines Eigentumsrechtes dar. Früher wurden Aktien mit einem Nennwert ausgegeben, der den nominalen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft angab. Seit 1998 gibt es jedoch auch Aktien ohne Nennwert (die sog. Stückaktien). Diese geben den Anteil am Grundkapital in Prozent an.

Jeder der eine Aktie erwirbt, wird zum Aktionär. Als dieser haftet man in der Höhe des Nennwerts der jeweiligen Aktie. Durch die Auszahlung der Dividende wird man am unternehmerischen Erfolg beteiligt. Die Hauptversammlung ermöglicht einem Aktionär über die Gewinnverwendung und andere Dinge mitzuentscheiden.

Es gibt unterschiedliche Arten von Aktien. Während eine Stammaktie ein Stimmrecht je Aktie beinhaltet, hat eine Vorzugsaktie kein Stimmrecht. Dafür bekommt man bei einer Vorzugsaktie i. d. R. eine höhere Dividende.

Aktienanleihe

Aktienanleihen gehören zu den Zertifikaten. Der Emittent kann am Ende der Laufzeit der Anleihe entweder den Nominalbetrag wiederkriegen, oder er lässt sich eine im Vorfeld definierte Stückzahl einer bestimmten Aktie geben. Immer dann, wenn der Wert des Aktienpakets geringer ist als der Nominalwert, wird er der Aktie den vorrang geben. Sprich, immer dann wenn der Kauf der gleichen Anzahl an Aktien über die Börse teurer wäre. Der Emittent nimmt bei der Anleihe eine sog. Stillhalterposition ein, die durch einen marktüblichen Zinssatz vergütet wird.

Aktienfonds

Aktienfonds gehören zu den Investmentfonds. In einem solchen Fond sind Aktien enthalten, die meist bestimmte Kriterien erfüllen. So gibt es beispielsweise Aktienfonds zu einem Land oder einer bestimmten Branche. Kurzfristig gesehen, haben sie ein höheres Risiko. Langfristig jedoch stehen die Chancen gut, dass eine Wertsteigerung erfolgt.

Aktiengesellschaft (AG)

Die Aktiengesellschaft ist eine Unternehmensform. Bei ihr werden die Gesellschaftsanteile in Form von Aktien an die Aktienbesitzer ausgegeben. Eine Aktiengesellschaft (kurz: AG) hat einen Aufsichtsrat, der durch die Aktionäre gewählt wird, einen Vorstand (der vom Aufsichtsrat gewählt wird) und eine Hauptversammlung. Auf der Hauptversammlung werden alle wichtigen Fragen wie z. B. die Gewinnverwendung besprochen.

Aktienindex

Der Aktienindex ist eine Kennziffer, die zur Darstellung von Kursentwicklungen oder anderer Wertentwicklung dient. Man nennt ihn auch Performanceindex. Die Entwicklung eines Aktienkursindex wird durch die darin enthaltenen Aktien und deren Kurse beeinflusst. Man unterteilt diese in Kursindizes und Performance-Indizes.

a. Kursindizes: dieser wird auch Preisindizes genannt und resultiert aus den Veränderungen des Aktienkurses.

b. Performance-Indizes: bei diesem Index wird davon ausgegangen, dass Dividenden und Bezugsrechte in die Aktie reinvestiert werden

Der Aktienindex liefert übergreifende Infos zu den Kursentwicklungen an Märkten. Außerdem lassen sich mit ihm Erfolge und Misserfolge messen.

Aktienkapital

Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft wird als Aktienkapital bezeichnet. Man nennt es auch Nenn- oder Nominalkapital. Auf dieser Summe ist die Haftung der Geschellschafter beschränkt. Jede Aktie hat einen Nennwert. Dieser gibt den Anteil an, mit wie viel sich ein Aktionär am Grundkapital beteiligt. Liegt der Nennwert einer Aktie bei 1,00 Euro, so hat sich der Aktionär mit 1,00 Euro am Grundkapital / Aktienkapital beteiligt.

Aktienmarkt

Der Aktienmarkt wird in verschiedene Segmente unterteilt. Der Unterschied dieser Segmente liegt in den Anforderungen, die ein Unternehmen erfüllen muss, um am Markt zugelassen zu werden. Hier in Deutschland unterscheidet man nach Zugang zum Kapitalmarkt, gesetzlichem Marktsegment und Transparenzniveau. Des Weiteren gibt es die Unterteilung zwischen EU-reguliertem Markt und Märkten, die von den Börsen selbst reguliert werden.

Aktienoption

Eine Aktienoption ist eine Option auf Aktien, wobei der Käufer das Recht erwirbt, eine bestimmte Anzahl an Aktien zu kaufen. Dabei ist der Preis und die Laufzeit fest definiert. Je nachdem ob es sich um eine Amerikanische Option oder eine Europäische handelt, wird die Laufzeit beeinflusst.

Aktiesplit

Wie der Name schon sagt, ist ein Aktiensplit eine Aufteilung von Aktien innerhalb einer AG. Ziel dahinter ist es, dass die Aktien optisch günstiger werden. Der Kapitalanteil eines Aktionärs bleibt davon allerdings unberücksichtigt, da sich das Kapital nach dem Split auf eine lediglich größere Anzahl an Aktien verteilt.

Aktionär

Ein Aktionär ist der Inhaber einer Aktie und somit Miteigentümer an einer Aktiengesellschaft. Durch den Kauf einer Aktie erwirbt der Aktionär Rechte am Unternehmen, die er beim Verkauf wieder abgibt. Als „Großaktionär“ werden Personen oder Unternehmen ezeichnet, die einen großen Einfluss auf der Hauptversammlung ausüben können. Im AktG (Aktiengesetzt) ist verankert, was die Rechte und Pflichten eines Aktionärs sind.

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